Aktuelle Unternehmensnachrichten & News aus der Region
Zukunftsstiftung lobt Leistungsstipendien für Studenten
Der Stiftungsratsvorsitzende, Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff, sagte: „Ich erwarte, dass von den Stipendien eine Signalwirkung ausgeht. Wir wollen mit den Mitteln nicht nur die exzellenten Absolventen im Land unterstützen, sondern sie auch dazu ermutigen, im Land zu bleiben. Auch sollen durch gezielte Zusammenarbeit mit der Wirtschaft aus den guten Forschungsergebnissen der Hochschulen des Landes vermehrt marktwirksame Innovationen generiert werden. Frühzeitig gelernte Kooperation weitet den Blick und stärkt beide Bereiche, die industrielle Forschung und Entwicklung sowie die Hochschulforschung. Der Wissenstransfer erfolgt vor allem auch über die klugen Köpfe.“ Der Stiftungsrat wird zehn Leistungsstipendien für Studenten im Masterstudiengang ausloben. Mit diesen Stipendien sollen herausragende Studenten in Studienbereichen, die einen nachgewiesenen Bezug zur Wirtschaft in Sachsen-Anhalt haben, beginnend ab dem Wintersemester 2010/11 für zwei Jahre finanziell unterstützt werden. In den folgenden Semestern sollen weitere zehn Stipendien gefördert werden. Die Höhe des Stipendiums beträgt 300 Euro. Es wird voll umfänglich durch die Stiftung getragen und nicht auf das BAföG angerechnet werden. Über die Förderdauer stellt die Stiftung hierfür insgesamt Mittel in Höhe von 160.000 Euro zur Verfügung. Weitere Informationen erhalten Sie über Gabriele Theel, zukunftsstiftung@mw.sachsen-anhalt.de, im Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt (Tel. 0391 / 567-4783). Quelle: Ministerium für Wirtschaft und Arbeit - Pressemitteilung Nr.: 133/10 | |
Berufsperspektiven
in der Region aufgezeigt Halle/21.05.2010. Die Veranstaltungsreihe Karriere-Treffen, die in Zusammenarbeit mit der Studentischen Förderinitatiive und dem Exzellenznetzwerk der Biowissenschaften an der Universität durchgeführt wird, erfreut sich großer Beliebtheit. Ende Mai diskutierten über 50 Studierende, Absolventen und Doktoranden aus den Naturwissenschaften mit Unternehmensvertretern über konkrete Jobaussichten in der Biotechnologie- und Pharmabranche Sachsen-Anhalts. „Häufig wissen die Studenten und Absolventen gar nicht, dass Unternehmen in der Region existieren, die den Einstieg in den späteren Beruf ermöglichen können“, so der Vorsitzende der Förderinitiative Thomas Beer. Diese Wissenslücke versucht die Kooperation mit den beiden Partnern zu schließen. Die Partner ermöglichen einen Zugang zu regionalen Unternehmen, die sich vorstellen und konkrete Jobaussichten kommunizieren. "Wir gehen über normale Kontaktmessen hinaus, weil wir den direkten Kontakt zu den wesentlichen Entscheidungsträgern im Unternehmen für die Absolventen ermöglichen“, ergänzt Harald Wolf, Projektleiter für die BIO Mitteldeutschland, den Ansatz. Über eine Stunde nach den Vorträgen haben die Unternehmensvertreter in zahlreichen Einzelgesprächen erste Bewerbungsgespräche geführt. In den letzten Monaten haben sich folgende Unternehmen präsentiert: BioPlanta GmbH Leipzig, PPM e.V. Magdeburg, IMTM GmbH Magdeburg, IDT Biologika GmbH Dessau-Roßlau und Scil Proteins GmbH Halle. Weitere Unternehmen präsentieren sich im Wintersemester 2010. | |
Innovationspreis für ProbiodrugFür seinen weltweit neuartigen Therapie-Ansatz gegen die Alzheimer-Krankheit hat das Team um den Gründer Hans-Ulrich Demuth von der Hallenser Probiodrug AG am 18. Juni den mit 15.000 EUR dotierten Hauptpreis beim IQ Innovationspreis Mitteldeutschland gewonnen. Dr. Stepahn Schilling, Dr. Holger Cynis und Dr. Ulrich Heiser haben den Mechanismus entdeckt, der die gefährliche Ablagerung bestimmter Eiweiße im Gehirn verursacht. Ein passender Therapie-Ansatz, an Tieren bereits erfolgreich erprobt, soll ab dem Jahr 2012 erstmals am Menschen getestet werden, so dass in sechs bis acht Jahren ein Medikament gegen die Alterskrankheit entwickelt sein könnte. „Die sensationelle Entwicklung der Probiodrug steht symbolisch für das hohe und zu-meist unterschätzte Innovationspotential der Wirtschaftsregion Mitteldeutschland“, sagte Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer Klaus Wurpts bei der Preisverleihung vor 300 hochrangigen Gästen am 18. Juni im Theater Gera. Quelle: Wirtschaftsinitiative Mitteldeutschland | |
Wirkstoffe gegen Krebs aus MikroalgenIPB Halle/01.06.2010 - Die Naturstoffchemiker des Leibniz-Institutes für Pflanzenbiochemie (IPB) werden künftig auch in Algen nach neuen antibiotischen oder Antikrebs-Wirkstoffen suchen. Dafür wurde eine Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus Köthen begonnen, die mit ihrem technologischen Equipment und ihrem Knowhow zur Anzucht von Algen einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Vorhabens leisten werden. Die Kooperationsvereinbarung zwischen Professor Carola Griehl, Leiterin der Arbeitsgruppe Biochemie/Algenbiotechnologie der Hochschule Anhalt und Professor Ludger Wessjohann, Leiter der Abteilung Natur- und Wirkstoffchemie des IPB wurde im November 2009 getroffen. Finanziert wird das Projekt über das Wissenschaftszentrum Wittenberg (WZW) des Kultusministeriums Sachsen-Anhalt. Algen sind in vielfacher Hinsicht lohnenswerte Objekte für die Suche nach neuen Ressourcen zur Gewinnung von Biomasse, Energie und bioaktiven Naturstoffen. Sie können unabhängig von Umwelteinflüssen und unter definierten Bedingungen in Bioreaktoren kultiviert werden. Dort wachsen sie das ganze Jahr über und - je nach Art - bis zu zwanzigmal schneller als Landpflanzen. Darüberhinaus produzieren sie eine enorme Vielfalt an biologisch wirksamen Sekundärstoffen, die andere Lebewesen nur in geringer Menge oder gar nicht herstellen. Bisher fand man Substanzen in Algen, die entweder das Zellwachstum hemmen (Antikrebswirkung), die Bakterien, Viren oder Pilze abtöten oder Entzündungen heilen. Im Gegensatz zu den gut untersuchten landbewohnenden Organismen ist der Sekundärstoffwechsel der Algen noch weitgehend unerforscht. Von den geschätzten 280.000 Algenarten unseres Planeten sind bisher nur 40.000 bekannt und davon nur wenige hundert phytochemisch charakterisiert. Dennoch kennt man schon jetzt rund 70 Substanzen aus Algen, die Krebszellen abtöten können. Einige von ihnen sind bereits in der klinischen Testphase. Die Suche nach neuen Wirkstoffen in dieser aquatischen Organismengruppe kann sich demnach als aussichtsreich erweisen. Während die Wissenschaftler der Hochschule Anhalt sich um die Optimierung der Algenanzucht in den Flüssigkulturen der Bioreaktoren bemühen, werden die Hallenser Chemiker die Wirkstofffindung und –entwicklung vorantreiben. Aus der Mikroalge Eustigmatos will man Substanzen isolieren, die zur Gruppe der Lipopeptide gehören. Das sind sehr kleine, fettlösliche und oft ringförmige Eiweißmoleküle, unter denen man Wirkstoffkandidaten gegen Krebs oder bakterielle Infektionskrankheiten erwartet. Um die natürlichen Ressourcen zu schonen und um die Lipopeptide in ihrer Wirkung zu optimieren, versucht man am IPB die Naturstoffe synthetisch herzustellen und chemisch zu modifizieren. Dabei sollen neue Methoden zum Einsatz kommen, die von den Chemikern des Instituts vor einigen Jahren entdeckt und entwickelt wurden. Mit diesen sogenannten Mehrkomponentenreaktionen ist es möglich, die komplexen Eiweißringe aus einzelnen Modulen zusammenzusetzen. Dabei können sich bis zu 24 Einzelbausteine in einem Reaktionsgefäß und in nur einem Reaktionsschritt selbstorganisiert zusammenfinden und Ringstrukturen mit bis zu 68 Gliedern bilden. Die Selbstorganisation der Module kann in vielfältigen Kombinationen erfolgen, sodass man neben dem ursprünglichen, in der Natur vorkommenden Wirkstoff, einen ganzen Pool an chemischen Varianten erhält, die ihrem natürlichen Vorbild ähneln, aber nicht identisch mit ihm sind. Durch leichte chemische Veränderungen der einzusetzenden Einzelbausteine erhöht sich die Zahl der entstehenden chemischen Varianten um ein Vielfaches. In der Konsequenz erhält man eine ganze Bibliothek an potentiell wirksamen Substanzen, die nun erneut nach den aussichtsreichsten Kandidaten durchforstet wird. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich unter diesen synthetisch hergestellten, naturähnlichen Stoffen aktivere Varianten mit einem besseren pharmakologischen Profil finden, als es bei den ursprünglichen, aus den Algen stammenden Wirkstoffen der Fall ist. Mit diesem Versuchsansatz ist es demnach möglich, evolutionäre Prozesse im Zeitraffer und im Reagenzglas nachzuahmen. Erste experimentelle Befunde sprechen für den Erfolg der kombinatorischen Chemie. Quelle: PM/S. Pieplow, IPB Halle Ansprechpartner: Prof. Dr. Ludger Wessjohann Abteilung Natur- und Wirkstoffchemie des IPB Tel: 0345 5582 1301 wessjohann@ipb-halle.de Professor Carola Griehl FB Angewandte Biowissenschaften und Prozesstechnik der Hochschule Anhalt Tel: 03496 67 2526 c.griehl@bwp.hs-anhalt.de | |
Mäuse produzieren natürliches Schmerzmittel(Halle - 26.05.2010). Dr. Nadja Grobe ist mit ihrer Promotion an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) der eindeutige Nachweis gelungen, dass lebende Säugetiere das Schmerzmittel Morphin produzieren. Diese Erkenntnis bildet die Grundlage für weitere Forschungen, die erhebliche Auswirkungen auf die Schmerzforschung und Drogenabhängigkeitsstudien haben könnten. Welche besondere Leistung sie mit ihrer Doktorarbeit erbracht hat, wusste Nadja Grobe bereits Ende des vergangenen Jahres, als sie die Note summa cum laude (mit Auszeichnung) erhielt. Kürzlich wurde sie noch einmal in besonderer Weise geehrt: Die Forschungsergebnisse der 28-jährigen Biochemikerin wurden in der renommierten amerikanischen Fachzeitschrift PNAS ("Proceedings of the National Academy of Sciences") veröffentlicht. Mehrere weitere Fachmagazine wie "National Geographic" und "Nature News" griffen Grobes Erkenntnisse seitdem auf. Nadja Grobe untersuchte den Urin von Mäusen und konnte darin eindeutig Morphin feststellen. Dieses war mit Schwerisotopen markiert, denn die Mäuse hatten zuvor markierte Ausgangsstoffe für die Morphinbildung erhalten. „Es war ein unglaubliches Ergebnis", so die Forscherin. „Seit 30 Jahren bereits zieht sich die Kontroverse zu diesem Thema hin. Nun ist es mit logischen und sicheren Experimenten, kombiniert mit den besten analytischen Instrumenten, zum ersten Mal gelungen, die Fragen ganz klar für das lebende Säugetier zu beantworten." Mit diesem Nachweis ist die Grundlage für die Übertragung auf den Menschen geschaffen. Da Mäuse als Säugetiere über eine ähnliche Stoffwechselleistung wie Menschen verfügen, lässt sich schlussfolgern, dass auch Homo sapiens in der Lage sind, dieses Alkaloid zu produzieren. Von großer Bedeutung ist dieses Ergebnis deshalb, weil Morphin als Schmerzmittel - etwa bei Krebspatienten - verabreicht wird. Allerdings verursacht es einige Nebenwirkungen, beispielsweise Verstopfung. Diese ließen sich minimieren, wenn bekannt wäre, wie viel Morphin im menschlichen Körper in welchem Rhythmus und unter welchen Umständen hergestellt wird. Die pharmazeutische Biologin Prof. Dr. Birgit Dräger, die Nadja Grobe an der MLU betreute, ist stolz: „Sie wollte immer weitermachen und ließ sich weder von Schwierigkeiten noch von Ermüdung abhalten." Dass sich dieser Ehrgeiz gelohnt hat, beweisen Ergebnis und Resonanz. Die Publikation im Fachmagazin PNAS zeige, dass die Erkenntnisse von immenser wissenschaftlicher Bedeutung seien. Die Zeitschrift wird von der Akademie der Wissenschaften der Vereinigten Staaten von Amerika herausgegeben und genießt weltweit einen sehr guten Ruf, weil darin unter anderem Beiträge von Nobel-Preisträgern veröffentlicht werden. Nadja Grobe forschte dreieinhalb Jahre in Deutschland und den USA und wurde dabei von Prof. Dr. Meinhart Zenk betreut. Die Analytik der Promotion unterstützten Prof. Dr. Michael Spiteller und Dr. Marc Lamshöft von der Technischen Universität Dortmund. Mittlerweile lebt Nadja Grobe in den USA und hat eine Postdoktoranden-Stelle an der Wright State University in Dayton, wo sie sich mit Diabetes-Forschung beschäftigt. Quelle: MLU Pressestelle/Nr. 120/2010 | |
| Agrar-Staatssekretär besuchte das IPK und das Schülerlabor PRESSEMITTEILUNG IPK Gatersleben Grünes Labor Gatersleben Dienstag, 11. Mai 2010 Der Staatssekretär Herr Jürgen Stadelmann sowie Herr Dr. Karl-Heinz Weege vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt besuchten das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) und das auf dem Biotechnologie Campus Gatersleben ansässige Schülerlabor „Grünes Labor“. Prof. Dr. Andreas Graner, Geschäftsführender Direktor des IPK, informierte die Gäste über den Biotechnologiestandort Gatersleben und die neuesten Entwicklungen und Ergebnisse auf dem Gebiet der Pflanzenforschung. Im Rahmen einer Führung konnten die neusten Gewächshausanlagen besichtigt werden. Diese sind mit Fließbändern und verschiedenen Kamerasystemen ausgestattet und erlauben die vollautomatische Erfassung verschiedenster Wachstumsparameter. Foto: privat Agrar-Staatssekretär Jürgen Stadelmann (re.) und Dr. Karl-Heinz Weege (li.) isolieren unter Anleitung des Laborleiters Steffen Amme (Mitte) die Erbinformation einer Tomate. Im Anschluss informierte sich der Agrar-Staatssekretär im Schülerlabor über die Aktivitäten und den aktuellen Sachstand. Dabei legten Jürgen Stadelmann und Dr. Weege selbst Hand an und isolierten unter Anleitung des Laborleiters Steffen Amme sowie den neugierigen Augen der Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse aus Gatersleben die Erbinformation, kurz DNA, aus einer Tomate. Der Laborleiter informierte, dass kürzlich bei einer Umfrage fast die Hälfte der Befragten antwortete, dass Obst und Gemüse keine Gene enthalten. „Dies ist aber falsch. Alle Lebewesen brauchen Gene: Tiere, Mikroorganismen, Menschen und natürlich auch Pflanzen. Die Gene stellen die Erbanlagen dar und sorgen dafür, dass sich Organismen weiter entwickeln können.“, so der Laborleiter Steffen Amme weiter. Die gesamte DNA lässt sich recht einfach aus den Zellen isolieren und mit bloßem Auge erkennen, wovon sich der Staatssekretär bei seinem Kurzbesuch überzeugen konnte. Zum Abschluss erklärte der Laborleiter noch, „dass gerade angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels das Schülerlabor einen sehr wichtigen Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Region darstellt.“ Kontakt: Nicole Wahle Leibniz–Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) Corrensstr. 3 06466 Gatersleben Tel.: 039482/5219 e-mail: info@ipk-gatersleben.de www.ipk-gatersleben.de Steffen Amme Verein zur Förderung des Schülerlabors „Grünes Labor Gatersleben“ e. V. im Biotech-Gründerzentrum Am Schwabeplan 1b 06466 Gatersleben Telefon: 039482 / 796252 Telefax: 039482 / 796314 E-mail: info@gruenes-labor.de www.gruenes-labor.de | |
2. Karriere Treffen Life - Sciences für NaturwissenschaftlerDie BIO Mitteldeutschland GmbH, die Studentische Förderinitiative der Naturwissenschaften in Halle und das Exzellenznetzwerk Biowissenschaften an der MLU möchten Sie recht herzlich zum 2. Karriere-Treffen mit dem Schwerpunkt Biopharma / medizinische Biotechnologie einladen. Um Studierenden, Absolventen und Doktoranden der unterschiedlichen Disziplinen (z. B. Biochemie, Biotechnologie, Chemie, Medizin, Biologie, Pharmazie, Verfahrenstechnik, etc.) die Möglichkeit zu geben, mit drei Unternehmensvertretern aus der Region in Kontakt zu treten, veranstalten wir zusammen das 2. Karriere-Treffen Life - Sciences für Naturwissenschaftler Zeit: Donnerstag, 20. Mai 2010 Uhrzeit: 18.00 Uhr – ca. 20.00 Uhr Ort: Kleiner Hörsaal am Institut für Biochemie, Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg, Kurt-Mothes-Str. 3, Weinberg Campus Welche Unternehmen stellen sich vor? IDT Biologika GmbH IDT Biologika GmbH ist mit ihren Produkten und Leistungen seit vielen Jahrzehnten maßgeblich an der Gesunderhaltung von Mensch und Tier beteiligt. Das Unternehmen fertigt biotechnologisch hergestellte Impfstoffe und Pharmazeutika für den weltweiten Markt. Die Synergien der Geschäftsfelder Tiergesundheit, Humanimpfstoffe, Pharmazeutika und Qualitätskontrolle ermöglichen umfassende integrierte Entwicklungs- und Produktionsdienstleistungen für eigene Produkte als auch für Produkte in Auftragsfertigung. Mitarbeiter: 800 Stellenangebote für interessierte Schwerpunkte: Pharmazie, Biochemie, Biotechnologie www.idt-biologika.de IMTM GmbH Die IMTM GmbH entwickelt neue Medikamente speziell auf dem Gebiet inflammatorischer Erkrankungen und bietet spezielle präklinische Dienstleistungen für die pharmazeutische Industrie an. IMTM hat mit PETIR™ (Peptidase Targeted Immune Regulation) eine neuartige therapeutische Plattform zur Behandlung von chronischen Entzündungen, Allergien und Autoimmunerkrankungen entwickelt. Mitarbeiter: 40 Stellenangebote für interessierte Schwerpunkte: Medizin, Pharmakologie, Immuntoxikologie, Biochemie, Zellbiologie www.imtm.de Scil Proteins GmbH Die Scil Proteins GmbH ist ein schnell wachsendes Biotechnologie-Unternehmen mit Sitz in Halle/Saale. Das Unternehmen entwickelt neuartige Medikamente auf Basis einer eigenen Plattformtechnologie und produziert rekombinante Proteine als Service Partner für die pharmazeutische Industrie. Das Schwesterunternehmen, die Scil Proteins Production GmbH stellt in seiner modernen Produktionsanlage Arzneimittelwirkstoffe nach höchsten Qualitätsstandards her. Mitarbeiter: 100 Stellenangebote für interessierte Schwerpunkte: Pharmazie, Biochemie, Biotechnologie, Verfahrenstechnik www.scilproteins.de Alle Interessierten sind recht herzlich eingeladen, sich über die Unternehmen in Form von Kurzpräsentationen (ca. 20-25min) zu informieren und mit den Unternehmensvertretern über Berufsperspektiven zu sprechen. Für Fragen und Antworten stehen die Vertreter im anschließenden come-together ab ca. 19.15 Uhr gern zur Verfügung. Anreisebeschreibung finden Sie hier. Save the Date: voraussichtlich am Mittwoch, 23. Juni 2010, findet das nächste Karriere-Treffen statt. Weitere Infos über unsere Leistungen im Bereich Aus- und Weiterbildung finden Sie hier. | |
| Martin-Luther-Universität beteiligt sich an Exzellenzinitiative 04.05.2010. Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) will sich an der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern zur Förderung der Spitzenforschung mit drei Anträgen beteiligen. Zwei naturwissenschaftliche Graduiertenschulen und ein geisteswissenschaftlicher Exzellenzcluster werden angestrebt. „Wir bündeln alle Kräfte, um bei der Exzellenzinitiative erfolgreich abzuschneiden", erklärt Professor Joachim Ulrich, MLU-Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs. „Die Anträge erwachsen aus unseren vier sehr gut funktionierenden Landesexzellenznetzwerken, und sie beziehen alle entscheidenden Ressourcen ein, darunter natürlich die renommierten außeruniversitären Einrichtungen in unserem Umfeld." Beim Antrag für die „Solarvalley Graduiertenschule für Photovoltaik" (designierter Sprecher: Prof. Dr. Ralf Wehrspohn, Institut für Physik) sind darüber hinaus die Technische Universität Bergakademie Freiberg und die Technische Universität Ilmenau Partner der MLU. Die zweite geplante Graduiertenschule vereint Material- und Biowissenschaftler unter dem Titel „Funktion folgt Form" (des. Sprecher: Prof. Dr. Ingrid Mertig, Institut für Physik, und Prof. Dr. Elmar Wahle, Institut für Biochemie und Biotechnologie). In der Förderlinie „Exzellenzcluster" wird die MLU ihren Antrag gemeinsam mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena stellen. Es geht dabei um das Thema „Transfer, Translation, Transformation: Der Impuls der Aufklärung und die Dynamik der Moderne." Zu den beteiligten Fachrichten zählen die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Geschichte, Ethnologie, Literatur- und Kulturwissenschaft, Japanologie, Jura und Theologie (des. Sprecher auf hallescher Seite: Prof. Dr. Daniel Fulda, Germanistisches Institut, und Prof. Dr. Matthias Kaufmann, Institut für Ethnologie und Philosophie). Ihre Absichtserklärungen hat die MLU fristgerecht zum 30. April bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingereicht. Bis Anfang September müssen entsprechende Antragsskizzen folgen. Die Förderentscheidung fällt im Sommer 2012. In der 2. Programmphase der Exzellenzinitiative (2012-2017) beträgt das Fördervolumen insgesamt 2,7 Milliarden Euro. Quelle: MLU Halle-Wittenberg, Nummer 101/2010 | |
Universität Magdeburg bewirbt sich bei dritter Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder03.05.2010. Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) wird sich an der dritten Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder beteiligen. Bereits bestehende universitäre Spitzenforschung auf den Gebieten der Neurowissenschaften und der Immunologie soll künftig in einem Exzellenzcluster gebündelt werden, um neue Erkenntnisse in den Bereichen der Hirnforschung und Entzündungsforschung zu gewinnen. Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat dazu in diesen Tagen eine Absichtserklärung an die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) auf den Weg gebracht. Die Universität Magdeburg bewirbt sich damit um eine Exzellenzförderung für den Zeitraum von 2012 bis 2017, die zwischen 3 und 8 Millionen Euro jährlich betragen kann. Damit stellt sich die Magdeburger Alma Mater einem harten bundesweiten Wettbewerb mit den renommiertesten deutschen Universitäten. "Wir werfen alles ins Rennen, was wir an Exzellenz haben", so Rektor, Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann. "Die Uni Magdeburg ist inzwischen so gut aufgestellt, dass eine Beteiligung an dem Wettbewerb für uns selbstverständlich war. Es ist aber auch klar, dass die Bereitschaft zur Beteiligung an der Exzellenzinitiative voraussetzt, dass das Land Sachsen-Anhalt diese Initiative nachdrücklich unterstützt" , so Pollmann weiter. Der geplante Exzellenzcluster "Adaptions- und lernabhängige Individualität in Gehirn und Immunsystem" wird erforschen, wie das Zentralnervensystem und das Immunsystem sich gegenseitig beeinflussen und wie individuelle, (also für jeden Menschen einzigartige) Reaktionsweisen in den beiden Systemen entstehen. Wissenschaftler wollen der Frage nachgehen, welchen Einfluss persönliche Umwelt-Erfahrungen sowohl auf Lernprozesse und Verhalten als auch auf die Funktion des Immunsystems nehmen. Hierdurch sollen neue Erkenntnisse über die Entstehung sowie den individuellen Verlauf und, noch bedeutsamer, die individuelle Therapie von Krankheiten gewonnen werden. "Das Magdeburger Konsortium verfügt über umfangreiche Vorleistungen und kooperative Erfahrungen in der verhaltensorientierten Hirnforschung und der Erforschung der Funktionen des angeborenen und adaptiven Immunsystems. Im Zusammenschluss beider Bereiche wollen wir in dem Exzellenzcluster untersuchen, inwieweit das Nervensystem und das Immunsystem vergleichbar organisiert sind und wie sie sich mit veränderten individuellen Umwelten auseinandersetzen", so Professor Eckhart Gundelfinger, einer der designierten Sprecher. "Dieses Wissen würde es künftig erlauben, Anfälligkeiten für Krankheiten voraussagen zu können, und völlig neue persönlich ausgerichtete Therapieansätze ermöglichen", fügt sein Sprecherkollege Professor Burkhart Schraven hinzu. Bereits jetzt sind die Forschungsschwerpunkte Neurowissenschaften und Immunologie an internationaler Spitzenforschung beteiligt. Mit dem kürzlich gegründeten Demenzzentrum der Helmholtz-Gemeinschaft und dem neurobiologisch ausgerichteten Forschungszentrum Center for Behavioral Brain Sciences einerseits sowie den systembiologischen Forschungszentren MaCS (Magdeburg Center of Systems Biology) und Center for Dynamic Systems andererseits, existieren bereits Exzellenzschwerpunkte, die durch den geplanten Cluster konzeptionell zusammengeführt würden. Dies würde die Produktivität und die internationale Sichtbarkeit jedes einzelnen Forschungsschwerpunktes enorm verstärken. Mit diesem Cluster wird die Universität Magdeburg sich zu ihren Forschungsstärken bekennen. 25 hervorragend ausgewiesene Wissenschaftler aus 6 Fakultäten, dem Leibniz-Institut und Max-Planck-Institut werden ein Thema von gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Relevanz gemeinsam erforschen. Exzellenzcluster Exzellenzcluster sollen an deutschen Universitätsstandorten international sichtbare und konkurrenzfähige Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen etablieren und eine wissenschaftlich gebotene Vernetzung und Kooperation ermöglichen. Diese Cluster sind wichtiger Bestandteil der strategischen und thematischen Planung einer Universität, die ihr Profil deutlich schärft und Prioritätensetzung verlangt. Sie sollen darüber hinaus für den wissenschaftlichen Nachwuchs exzellente Ausbildungs- und Karrierebedingungen schaffen. Die Antragsskizzen für die neuen Projekte der Spitzenforschung müssen bis Anfang September diesen Jahres vorgelegt werden. Die Besten werden dann zu einer vollständigen Präsentation ihrer Ideen eingeladen. Im Sommer 2012 wird dann eine gemeinsame Kommission aus Vertretern der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrates der Bundesregierung die Anträge bewerten. Die gemeinsame Kommission gibt Empfehlungen an den Bewilligungsausschuss weiter, dem neben den Mitgliedern der Kommission auch die für Wissenschaft zuständigen Minister des Bundes und der Länder angehören. Der Ausschuss entscheidet schließlich, welche Universitäten mit welchen Vorhaben und Einrichtungen bis Ende 2017 mit insgesamt 2,7 Milliarden Euro gefördert werden. Die Mittel kommen zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent vom Land. Ansprechpartner: Prof. Dr. Eckhart D. Gundelfinger, Leibniz-Institut für Neurobiologie, Tel. 0391-6263-227, E-Mail: gundelfi@ifn-magdeburg.de oder: Prof. Dr. med. Burkhart Schraven, Institut für Molekulare und Klinische Immunologie, Medizinische Fakultät, Otto-von-Guericke-Universität, Tel. 0391-67-15800, E-Mail: burkhart.schraven@med.ovgu.de Quelle: OvG Universiät Magdeburg, Katharina Vorwerk | |
| Preise des Scidea-Ideenwettbewerbs verliehen Halle/22.04.2010. Eine Expertenjury kürte am 2 2. April zum Abschluss des Scidea-Ideenwettbewerbs 2010 fünf kreative Ideengeber aus der Wissenschaft. Die Studenten und Absolventen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle sowie der Hochschule Anhalt wurden mit Preisgeldern im Wert von 2.250 Euro prämiert, zudem wurde der Sonderpreis „Forscher“ im Wert von 1.000 Euro sowie der Publikumspreis, dotiert mit 250 Euro, verliehen.Dr. Jens Katzek mit den beiden Preisträgern von Protein2Plastix (Quelle: Univations) Mit dem „Sonderpreis Forscher“ im Wert von 1.000 Euro, gesponsert von der BIO Mitteldeutschland GmbH, wurde das Ideenpapier von Protein2Plastix ausgezeichnet. Die Ingenieure Dr. Patrick Frohberg und Isabell Stolte, Absolventen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, haben Landwirtschaftsfolien aus nachwachsenden Rohstoffen entwickelt, die vielfältigste Anwendungsmöglichkeiten in der Agrarwirtschaft bieten. Die proteinbasierten Biofolien sind vollständig abbaubar und können beispielsweise zum Abdecken von Feldern genutzt oder in der Pharmazie eingesetzt werden, um Pillenkapseln aus Gelatine zu ersetzen. Jurymitglied und Geschäftsführer der BIO Mitteldeutschland GmbH, Dr. Jens Katzek: "Das besondere an dem Projekt ist gar nicht unbedingt die Nutzung von Biomasse für die Herstellung von Kunststofffolien, sondern das man die Proteinforschungskompetenz am Standort Halle völlig neu kombiniert hat, mit dem Thema Nachwachsende Rohstoffe. Darauf muss man erst mal kommen!" Veranstaltet wurde der Scidea-Ideenwettbewerb bereits zum zweiten Mal vom Hochschulgründernetzwerk UNIVATIONS Sachsen-Anhalt. Ziel des Ideenwettbewerbs ist, Studenten, Absolventen, Forscher, wissenschaftliche Mitarbeiter, Doktoranden und Professoren aus den Hochschulen und Forschungseinrichtungen im südlichen Sachsen-Anhalt für das Thema Selbstständigkeit zu sensibilisieren und für die wirtschaftliche Verwertung ihres Know-hows zu motivieren. Die weiteren Preisträger: 1. Preis - Robert Reinert aus Halle mit einem neuartigen Werbekonzept, dass insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen ansprechen soll 2. Preis - Elisabeth Kristina Welzig und Susann Oecknick aus Halle entwickeln, produzieren und vermarkten unter dem Label SYMBIOSE innovative Möbel und Innenraumgestaltungen aus einer Kombination von Holz und Papier 3. Preis - Projekt „Lighty Car“ aus den Bereichen Automotiv und Design von Andreas Kroll, Marcel und Steffen Henschel, Studenten und Absolventen der Hochschule Anhalt. Mit dem Projekt werden die Optik herkömmlicher Reifen aufgewertet und Autobesitzern ein individuelles Design für ihre Fahrzeuge angeboten. Publikumspreis - Dosatsu. Das Projekt aus den Bereichen Geophysik und Messtechnik entwickelt, produziert und vertreibt Messsysteme für das geophysikalische Verfahren der Magnetotellurik. Die Ideengeber und Absolventen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Benjamin Bochmann, Dr. Falk Seiler, Moritz Beleites und Hannes Schneider, werden im Rahmen ihres Projektes mit dem EXISTGründerstipendium des Bundes unterstützt. Quelle: PM/Univations. | |
1. Karriere - Treffen Life-Sciences für NaturwissenschaftlerInnen Die BIO Mitteldeutschland GmbH, die Studentische Förderinitiative der Naturwissenschaften in Halle und das Exzellenznetzwerk Biowissenschaften sind davon überzeugt, dass es ein Leben nach dem Abschluss in Mitteldeutschland gibt!Um Studierenden, Absolventen und Doktoranden der unterschiedlichen Disziplinen (z. B. Biochemie, Biotechnologie, Chemie, Medizin, Biologie, Pharmazie, Verfahrenstechnik, etc.) die Möglichkeit zu geben, mit Unternehmen aus der Region in Kontakt zu treten, veranstalten wir zusammen das 1. Karriere-Treffen Life - Sciences für Naturwissenschaftler Zeit: Donnerstag, 29. April 2010 Uhrzeit: 18 - 19.30 Uhr Ort: Kleiner Hörsaal am Institut für Biochemie, Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg, Kurt-Mothes-Str. 3, Weinberg Campus Welche Unternehmen stellen vor? BioPlanta GmbH Leipzig BioPlanta GmbH ist ein mittelständiges Unternehmen der Life Science und Umweltbranche mit der Kernkompetenz in der Pflanzenbiotechnologie. Schwerpunkte des international tätigen Unternehmens liegen auf der Entwicklung und Anwendung von Verfahren für die biologische Reinigung von Wasser, Böden und Schlämmen sowie auf der biotechnologischen Herstellung von Wirkstoffen aus pflanzlichen in vitro Kulturen. PPM Pilot Pflanzenöltechnologie Magdeburg e.V. PPM ist eine private außeruniversitäre Forschungseinrichtung, die sich mit der Entwicklung neuer Verfahren zur Gewinnung und Verarbeitung von Pflanzenölen und Pflanzenproteinen sowie neuer Produkte daraus für Lebensmittel-, Futtermittel- und chemisch-technische Anwendungen befasst. Alle Interessierten sind recht herzlich eingeladen, sich über die Unternehmen in Form von Kurzpräsentationen zu informieren und mit den Unternehmensvertretern über Berufsperspektiven zu sprechen. Für Fragen und Antworten stehen die Vertreter im anschließenden come-together ab 19 Uhr gern zur Verfügung. Anreisebeschreibung finden Sie hier. Save the Day: am Donnerstag, 20. Mai 2010 findet das nächste Karriere-Treffen statt. U. a. mit IDT Biologika GmbH, IMTM GmbH aus Magdeburg und einem großen Pharmakonzern. | |
| Erster Wricke-Preis geht an Gaterslebener Forscher Mit der erstmaligen Verleihung des Günter und Anna Wricke-Forschungspreises für angewandte Genetik und Züchtungsforschung würdigt das Kuratorium der gleichnamigen Stiftung die zukunftsweisenden Forschungsarbeiten von Dr. Nils Stein auf dem Gebiet der Genomforschung und anwendungsorientierten Genetik bei Getreide (Triticeae). Die von Dr. Stein erarbeiteten Ergebnisse werden nach Einschätzung des Kuratoriums der Stiftung wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung der Getreidezüchtung haben. Als einem der weltweit ersten Forscher gelang es Dr. Stein, Resistenzgene gegen pilzliche und virale Krankheitserreger bei Weizen und Gerste zu isolieren. Mit seinen Forschungsarbeiten zur physischen Kartierung und zur Sequenzierung des Gerstengenoms lieferte er grundlegende Erkenntnisse zur Genomevolution bei Getreide und eröffnete neue Wege, agronomisch wichtige Gene einer systematischen strukturellen und funktionellen Analyse zuführen zu können. Seine Arbeiten haben einen wichtigen Grundstein für die Nutzung der biologischen Vielfalt zur züchterischen Verbesserung von Getreide gelegt. Gemeinsam mit Prof. Graner leitet Dr. Stein die Arbeitsgruppe Genomdiversität am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) in Gatersleben. Im Anschluss an ein Diplom-Studium der Biologie an der Universität Kaiserslautern promovierte Dr. Stein an der Universität Hohenheim in den Naturwissenschaften, um sich danach im Rahmen einer Anstellung als Postdoc an der Universität Zürich der molekularen Genetik bei Getreide zu widmen. Seit Herbst 2001 arbeitet Dr. Stein auf dem Gebiet der Gerstengenomanalyse am IPK Gatersleben. Der Günter und Anna Wricke-Forschungspreis wurde am 15. März 2010 im Rahmen der Haupttagung der Gesellschaft für Pflanzenzüchtung (GPZ) in Freising-Weihenstephan erstmals verliehen. Die gleichnamige Stiftung wurde im Jahr 2008 von Prof. Dr. Günter Wricke und seiner Ehefrau, Anna Wricke, gestiftet. Mit dem Preis werden alle drei Jahre junge Forscherinnen und Forscher für herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der angewandten Genetik und Züchtungsforschung an landwirtschaftlichen, gärtnerischen und forstlichen Kulturpflanzen ausgezeichnet. Der Preis ist mit 30.000 EURO dotiert, die von den Preisträgern zur Finanzierung neuer Forschungsvorhaben genutzt werden können. Weitere Informationen zur Stiftung finden Sie unter http://www.wricke-stiftung.de. Quelle: PM des IPK Gatersleben/R. Schnee | |
| Medikament gegen Tropenkrankheit: Hallesche Forscher an Entwicklung beteiligt Parasitologen, Strukturbiologen und Wirkstoffforscher aus drei europäischen Staaten und Brasilien arbeiten gemeinsam an der Entwicklung von neuen Arzneistoffen für die Therapie der Tropenkrankheit Bilharziose, die durch den Pärchenegel (Schistosoma) hervorgerufen wird. Weltweit sind mehr als 200 Millionen Menschen mit dem Parasiten infiziert, was jährlich zu 280.000 Todesfällen führt. Die Europäische Union fördert das Forschungsprojekt „SEtTReND – Schistosoma Epigenetics – Targets, Regulation, New Drugs“ mit insgesamt 3,3 Millionen Euro. Beteiligt ist auch das Institut für Pharmazie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Sieben universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Industrieunternehmen arbeiten in dem Projekt zusammen, das vom Institut Louis-Pasteur in Lille (Frankreich) koordiniert wird. „Die Idee ist, auf der Basis von epigenetischen Regulationsmechanismen des Pärchenegels biologisch wirksame Verbindungen zu entwickeln, die gezielt den Parasiten abtöten können", erklärt MLU-Professor Wolfgang Sippl vom Institutsbereich Pharmazeutische Chemie und Klinische Pharmazie. Über die nächsten drei Jahre wird Sippls Arbeitsgruppe Medizinische Chemie aus Mitteln des EU-FP-7 Rahmenprogramms mit 245.000 Euro unterstützt. Ziel der beteiligten Wissenschaftler aus den Biowissenschaften und der Wirkstoffforschung ist es, neuartige Angriffskonzepte im parasitären Lebenszyklus zu analysieren und gezielt Arzneistoffkandidaten zu entwickeln. Epigenetische Mechansimen spielen eine wichtige Funktion in der genetischen Regulation und stellen potentielle Arzneistofftargets für die Therapie von Tumoren und Infektionskrankheiten dar. Im Rahmen des Projektes sollen chemische und computerbasierte Verfahren mit biologischen Prozessen kombiniert werden, um neuartige Wirkstoffe für die Therapie der Bilharziose zu entwickeln. Die Arbeitsgruppe Medizinische Chemie beschäftigt sich insbesondere mit der Anwendung von computerbasierten Verfahren für die gezielte Suche nach chemischen Leitstrukturen für die Wirkstofftestung. Quelle: MLU Halle-Wittenberg, 044/2010, 04. März 2010. | |
![]() Präsidentenamt von Volker ter Meulen an Jörg Hacker übergeben Prof. Dr. Jörg Hacker ist ab kommenden Montag, 1. März 2010, der XXVI. Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Der Mikrobiologe übernimmt das Amt von Prof. Dr. Volker ter Meulen, unter dessen Leitung die Akademie im Juli 2008 zur Nationalen Akademie der Wissenschaften ernannt worden war. Er übergab am Freitag, 26. Februar die Amtskette an seinen Nachfolger im Rahmen eines Festakts, der in der Aula des Löwengebäudes der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg stattfand. Quelle: http://www.leopoldina-halle.de | |
Biowissenschaftler peilen weiteres Exzellenznetzwerk anHallesche Biowissenschaftler wollen ein Erfolgsmodell fortsetzen: Sachsen-Anhalts Landesexzellenznetzwerk „Strukturen und Mechanismen der biologischen Informationsverarbeitung“ soll einen würdigen Nachfolger mit neuer Schwerpunktsetzung bekommen. Ein entsprechender Antrag werde vorbereitet, sagten die Netzwerk-Sprecher im Vorfeld einer Tagung, die die Kooperationspartner am 4. und 5. März 2010 in Halle veranstalten. Das an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg angesiedelte Netzwerk besteht seit 2006 und wird bis Ende dieses Jahres gefördert. „Das Land Sachsen-Anhalt hat vor fünf Jahren mit der Exzellenzförderung eine Vorreiterrolle übernommen", konstatiert MLU-Biologe Prof. Dr. Gunter Reuter, Nachfolger des 2009 verstorbenen Prof. Dr. Rainer Rudolph im Sprecher-Trio des Netzwerks. „Diese Entscheidung war goldrichtig. Und jetzt deuten die Signale, die wir von der Landesregierung erhalten haben, darauf hin, dass ein biowissenschaftlicher Schwerpunkt auch weiterhin erwünscht ist. Damit wird es langfristig möglich, das international anerkannte Potenzial der beteiligten Forschungseinrichtungen Sachsen-Anhalts weiter zu stärken." Über die thematische Neuausrichtung berate derzeit eine Arbeitsgruppe, danach werde eine Antragsskizze erstellt. „Die Erforschung von Proteinfunktionen und -strukturen dürfte stärker in den Fokus rücken." Das bestehende Exzellenznetzwerk umfasst 106 Forscher aus vier Fakultäten der Martin-Luther-Universität, der Max-Planck-Forschungsstelle für Enzymologie der Proteinfaltung Halle, dem Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie Halle und dem Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung Gatersleben. Ihre gemeinsamen Ziele: wissenschaftliche Spitzenleistungen vollbringen, die Nachwuchsqualifizierung stärken und die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Halle/Gatersleben erhöhen, national wie international. „Entscheidend war und ist die wissenschaftliche Exzellenz", betont Prof. Dr. Gunter Fischer, Direktor der Max-Planck-Forschungsstelle für Enzymologie der Proteinfaltung - und nennt Beispiele: Die epigenetische Steuerung der sogenannten Blattseneszenz, eines pflanzlichen Alterungsprozesses, sei erstmals durch eine Arbeitsgruppe des Netzwerks erklärt worden. Einer anderen Gruppe sei es in Kooperation mit US-Wissenschaftlern gelungen, das weltweit genaueste Bild des Auslösers der Alzheimer-Krankheit zu erzeugen. Fischer und Reuter verweisen zudem darauf, dass das Exzellenznetzwerk die Initialzündung gegeben habe für weitere, in Wettbewerbsverfahren auf den Weg gebrachte Großprojekte, darunter das Zentrum für Innovationskompetenz „HALOmem" und das Protein-Kompetenznetzwerk Halle (ProNet-T³). Letzteres bekam im vergangenen Jahr die Förderzusage vom Bundesministerium für Bildung und Forschung - als einziges Projekt aus Sachsen-Anhalt in der zweiten Runde des Programms „Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern". Die eingeworbenen Drittmittel summieren sich auf 26 Millionen Euro. Die durch das Land Sachsen-Anhalt getragene Grundförderung für das Exzellenznetzwerk betrug jährlich bis zu 2,5 Millionen Euro. „Nachhaltige Effekte auf allen Ebenen" sieht Gunter Reuter und erwähnt dabei auch die Weiterförderung zweier Sonderforschungsbereiche sowie die Berufung weiterer exzellenter Forscher an die hallesche Universität. 33 Netzwerk-Doktoranden werden zum Ende dieses Jahres ihre Promotion abgeschlossen haben. „Sowohl die Anzahl als auch die Zufriedenheit der Doktoranden zeigt, wie wichtig uns die Qualifizierung des Nachwuchses ist", sagt Reuter. Die bislang erreichten Ergebnisse sollen am 4./5. März bei einer Tagung diskutiert werden. Die Einführungsvorträge für die einzelnen Forschungscluster und Nachwuchsforschergruppen halten international anerkannte Wissenschaftler aus Deutschland, Finnland und den Niederlanden. Diese Gäste sollen zusammen mit dem wissenschaftlichen Beirat auch die Ergebnisse bewerten und Empfehlungen für die weitere Entwicklung geben. Erwartet werden bis zu 150 Teilnehmer. Quelle: 038/2010, C. Heckmann, MLU Halle-Wittenberg. | |
| Neuer Wirkstoff gegen Kraut- und Knollenfäule Halle/09.02.2010. Wissenschaftler des Leibniz-Institutes für Pflanzenbiochemie (IPB) haben einen Wirkstoff entdeckt, der in Zukunft als Leitstruktur für die Entwicklung neuer Agrochemikalien dienen könnte. Die aus Pilzen isolierten Substanzen wirken stark antibiotisch gegen den Erreger der Kraut- und Knollenfäule bei Kartoffeln, Phytophthora infestans. Die Wirkstoffgruppe wurde im Herbst 2009 zum Patent angemeldet. Gegen Phytophthora infestans, den Erreger der Knollenfäule bei Kartoffeln, ist bis heute kein Kraut gewachsen. Der Mikroorganismus gehört zur Klasse der Oomyceten, deren Vertreter eine Übergangsform zwischen Braunalgen und Pilzen darstellen. Phytophthora verbreitet sich über Sporen, die mit Hilfe eines Keimschlauches in das Blattgewebe der Pflanzen eindringen. Erste Anzeichen des Phytophthora-Befalls zeigen sich an bräunlichen Flecken der Blätter. Im Laufe der Infektion verfaulen oder vertrocknen die Blätter und fallen schließlich ab. Werden die Sporen bei Regen in den Boden gespült, befallen sie auch die Knollen, deren Fleisch sich blau-grau verfärbt und ungenießbar wird. Wenn Phytophthora in den Knollen überwintert, kann eine einzige infizierte Knolle, die im Frühjahr ausgebracht wird, den gesamten Kartoffelbestand vernichten. Jetzt wurde am IPB unter Leitung von Dr. Norbert Arnold eine Substanz in Höheren Pilzen entdeckt, die den Erreger bereits in sehr niedrigen Konzentrationen abtötet. Die Produzenten des Wirkstoffes, die sogenannten Schnecklinge, sind in heimischen Wäldern, wie zum Beispiel dem Harz, häufig zu finden. „Während meiner vielen Pilzexkursionen ist mir aufgefallen, dass Schnecklinge fast nie von Krankheitserregern oder Parasiten zersetzt werden“, erzählt der Leiter der AG Naturstoffe. Deshalb hat Arnold vor über zehn Jahren angefangen, Schnecklinge zu sammeln und deren Inhaltsstoffe zu analysieren. Das Ergebnis war vielversprechend. Die Biotests ergaben, dass Schnecklinge eine Vielzahl von antibiotischen Substanzen produzieren, die gegen Bakterien und parasitische Pilze aktiv sind. Die jüngst gefundenen Naturstoffe gehören zur Gruppe der Oxocrotonatfettsäuren und wirken gegen Oomyceten, zu denen Phytophthora gehört. Den Befunden zufolge, hemmen die Wirkstoffe in starkem Maße die Sporenkeimung aber auch das Myzelwachstum des Erregers. Dies wurde zunächst im Reagenzglas und später auch an Pflanzen demonstriert. So wiesen Kartoffelpflanzen, deren Blätter man mit einer bestimmten Menge an Oxocrotonatfettsäuren spritzte und anschließend mit Sporen von Phytophthora infizierte, keinerlei Krankheitszeichen der Kraut- und Knollenfäule auf. Auf die Pflanzen selbst hatte der Wirkstoff, auch in hohen Konzentrationen appliziert, keinen negativen Effekt. Quelle: IPB/S. Pieplow Vollständige Pressemitteilung, pdf-Format | |
| Die Zukunft der Energie: Algenbiotechnologin der Hochschule Anhalt wird Themenbotschafterin 27.01.2010/Köthen. Die Zukunft der Energie - so heißt das Thema des Wissenschaftsjahres 2010, im Zuge dessen Prof. Dr. Carola Griehl, Algenbiotechnologin der Hochschule Anhalt, Themenbotschafterin ist. Am 26. Januar 2010 wurde sie offiziell vom Bundesministerium für Bildung und Forschung dazu ernannt. Als eine von vier Themenbotschaftern in Deutschland wird sie das Thema regenerative Energien und die Zukunft der Energie gemeinsam mit renommierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft im Jahr 2010 in die Welt hinaus tragen. Droht der Menschheit Energieknappheit? Werden Öl- und Gasvorkommen wirklich nur noch vierzig oder fünfzig Jahre ausreichen? Bis wann lässt sich der weltweit steigende Bedarf an Energie überhaupt noch decken? Die Frage nach einer nachhaltigen Energieversorgung, die zugleich sicher, wirtschaftlich und verträglich für unsere Umwelt ist, stellt eine der zentralen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte dar. Diesem Schlüsselthema widmet sich das Wissenschaftsjahr 2010 - Die Zukunft der Energie. Im Mittelpunkt stehen die neuen Ansätze der Energieforschung weltweit und vor allem die kreative Arbeit der deutschen Forscherinnen und Forscher in diesem Bereich - quer durch die verschiedenen Fachdisziplinen. Energie aus Algen - dies könnte ein Ergebnis der Forschung von Prof. Dr. Carola Griehl sein. Als Leiterin des Innovationslabors Algenbiotechnologie an der Hochschule Anhalt untersucht sie das bisher wenig genutzte Potenzial der Algen als Wertstoffproduzent und Energieträger. Als photosynthetisch aktive Organismen fixieren Algen Kohlendioxid (CO2) und nutzen Sonnenlicht als Energiequelle, um Biomasse zu produzieren. Der Einsatz von Algen zur Minderung des Treibhausgases Kohlendioxid und als Alternative zu fossilen Energieträgern rückt auch angesichts des Klimawandels zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses. Um Algenbiomasse energetisch nutzen zu können, müssen kosteneffiziente Technologien entwickelt werden, die die Gewinnung hochwertiger Produkte für die Pharma- und Kosmetikindustrie mit der Energiegewinnung in Form von Biodiesel oder Biogas koppeln. Diesem Thema widmen sich auch die Wissenschaftler des Innovationslabors Algenbiotechnologie der Hochschule Anhalt. Quelle: Eileen Klötzer M. A., Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Hochschule Anhalt (FH) / idw-online Weitere Informationen: http://www.hs-anhalt.de | |
| TGZ-Neubau in Halle für Biotech- und Nanotechnologie 14.01.2010 Das Technologie- und Gründerzentrum Halle GmbH investiert nach Informationen der Mitteldeutschen Zeitung ca. drei Millionen Euro in den Bau eines neuen Technikums. Das dreigeschossige Gebäude soll ausschließlich für anwendungsorientierte Forschung und Pilotproduktionen zur Verfügung stehen. Quelle: MZ. | |
| LINDE-KCA Dresden erhält Millionen-Auftrag Im Rahmen der EU-weiten Ausschreibung für Planung, Lieferung und Errichtung des Chemisch-Biotechnologisches Prozesszentrum am Chemiestandort in Leuna, hat das weltweit tätige Unternehmen KINDE-KCA Dresden den Zuschlag für das 40 Millionen EUR-Projekt erhalten. Das Prozesszentrum soll Ende 2011 übergeben werden. Quelle: LINDE-KCA; www.http://www.linde-kca.com | |

2. April zum Abschluss des Scidea-Ideenwettbewerbs 2010 fünf kreative Ideengeber aus der Wissenschaft. Die Studenten und Absolventen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle sowie der Hochschule Anhalt wurden mit Preisgeldern im Wert von 2.250 Euro prämiert, zudem wurde der Sonderpreis „Forscher“ im Wert von 1.000 Euro sowie der Publikumspreis, dotiert mit 250 Euro, verliehen.
